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Zweite Etappe: Das Stück nimmt Form an
Neues aus Temeschwar: Das Dokumentarfilmprojekt der Fünftsemester Film& Medien geht weiter...
Im April sind Peter Frommann, Oliver
Graner und Melina Behle zum zweiten
Mal im Rahmen des Projektes „Tempo“ nach
Temeschwar in Rumänien gefahren, bewaffnet
mit den Kameras JVC, XL2, drei Lampen und
dem Ton-Equipment. Melina Behle berichtet: „Drei Wochen lang haben wir sechs deutsche
und sechs rumänische Jugendliche begleitet, die
mit Hilfe des deutschen Dramaturgen Thomas
Richardt und dem rumänischen Regisseur Trajan
Soimu ein Theaterstück schreiben, das im September
in Stuttgart aufgeführt werden soll. Die Gruppe
hatte sich zum Ziel gesetzt, nach nur einer
Woche das Gerüst des Theaterstücks fertig zu bekommen,
das aus persönlichen Geschichten und
Erfahrungen aller Darsteller entstehen sollte, um
dann die folgenden zwei Wochen daran zu feilen.
Wir, die Dokumentarfilmer, waren besonders
daran interessiert, wie die Gruppen sich verstehen
und miteinander arbeiten, in welcher
Sprache sie sich verständigen und ob
es Sprachprobleme gibt. Am spannendsten
aber war:
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„Werden sie es wirklich schaffen,
das Theaterstück zu schreiben, bevor die
Gruppen sich wieder trennen müssen?“. Nach 18 Stunden Fahrt kamen wir - vier Stunden
zu früh - um 5.30 Uhr morgens am Busbahnhof
in Temeswar an. Auf dem Weg zum
Kloster, unserer Behausung für diese Zeit, hat
uns der Taxifahrer erst mal zusätzlich 1,50 Euro
für das Radio im Taxi abgeknöpft. Und natürlich
hatte noch niemand mit uns gerechnet…
Die folgenden Tage verliefen nach einem straffen
Programm: von Aufwärmübungen bis hin
zu Improvisationstheater. Wir waren immer dabei,
haben alles genau beobachtet und dokumentiert.
Uns war sehr wichtig, in der Gruppe
so gut wie möglich integriert zu sein und vor
allem akzeptiert zu werden. Mit am schwierigsten
war für uns, nicht zu wissen, was als nächstes
passiert, da selbst Thomas und Trajan nicht
wussten, wie sich alles entwickeln würde. Anders
als geplant gab es nach einer Woche noch
kein Stück. Trotzdem waren die meisten recht
zuversichtlich. Doch es gab erste Spannungen
zwischen den Teilnehmern selbst und auch die
Sprachbarrieren blieben nicht ganz aus, was jedoch
recht schnell geregelt werden konnte.
Nach knapp drei Wochen hat die Gruppe doch
noch ihr Ziel erreicht: Ein Theaterstück in Form
eines Treatments.
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