Mystery: "Die Reise des Joseph Crane"
Dreißig Zentimeter gehärteter und
geschliffener Stahl reißen sich unbarmherzig...
Dreißig Zentimeter gehärteter und
geschliffener Stahl reißen sich unbarmherzig
durch eine faustdicke Schicht
aus annähernd hundert Jahre altem
Holz und Teer. Die ganze Umgebung wird
vom Lärm der Stichsäge erdrückt. Endlich
kommt das Sägeblatt zur Ruhe und der Setrunner
nimmt das Gewicht seines Körpers
von dem Werkzeug, richtet sich auf und
blickt vom Dach des alten, heruntergekommenen
Holzwaggons auf das Set herunter:
Wo sind wir? Mitten in den Dreharbeiten des
freien Filmprojekts, in Zusammenarbeit
mit der Spielfilmwerkstatt „Die Reise
des Joseph Crane“ von Matthias Haag.
Zum Team gehören, neben Matthias Haag
(Drehbuch und Regie), Tobias Utz (Kamera)
und Christian Späth (Ton) natürlich viele
Helfer, wie beispielsweise die Setrunner. Einer
von ihnen, Markus Rauscher, berichtet.
Freitag, 29. September, auf dem alten
Rangierbahnhof in Kornwestheim. Am zweiten
Drehtag des Filmprojekts. Das faszinierende
60-Tonnen-Ungetüm, eine Dampflok, steht
ruhig am anderen Ende des Sets. Keine
Spur mehr von den rund 600 kg |