Zuschlag: "Wir fahren nach Berlin"
Teilnahme des Fachbereichs Film&Medien am Imagefilm-Wettbewerb des Bundespresseamtes Berlin
In diesen Tagen landete ein Brief vom Bundespresseamt
bei Robert Blessing, der zusammen
mit Nil Boushila, Jenny Whitmore,
Manuel Johnen, Berthold Barth, Sebastian Heck
und Nancy Graf ein Filmstudententeam bildet. Er
enthält die Bestätigung, dass sich das Team mit
seinem Exposee für einen Imagefilm des Bundespresseamts
beim Wettbewerb der Filmhochschulen
durchsetzen konnte. Dem Brief schon beigelegt: ein
Produktionsvertrag.
Die Schwierigkeit bei der Entwicklung des Exposees
war sicherlich, die unterschiedlichen Vorgaben des
Bundespresseamts in einer Idee zu verbinden: Das
Bundespresseamt (BPA) will den jährlich 70.000
Besuchern filmisch seine Arbeit präsentieren, da
die normalerweise im Hintergrund geschieht. Die
meisten kennen nur den Bundespressesprecher
und die Bundespressekonferenzen, bei der die
Regierung die Öffentlichkeit über die Regierungsarbeit
informiert. Nicht transparent ist die Informationsarbeit
für die Regierung selbst, bei der jede
weltweite Nachricht sofort den Ministerien oder
der Bundeskanzlerin zugeleitet wird. Damit der
Film vom Zuschauer akzeptiert wird, sollte er auf
keinem Fall |
werblich wirken, sondern die Bundesbehörde
„neutral und objektiv“ darstellen. Der Film
sollte möglichst lang aktuell bleiben und dennoch
modern gestaltet sein, damit er auch jugendliche
Zuschauer erreicht. Darüber hinaus sollte die Idee
natürlich originell sein. Wie sich beim Briefing in
Berlin herausstellte sind bereits 20 Agenturen, an
den Vorgaben gescheitert und aus dem Projekt
wieder ausgeladen worden.
Das BPA bekommt nun von uns eine „Dokumentation“
über eine Filmcrew, die einen Imagefilm über
das BPA produzieren möchte. Diese Filmcrew macht
sich auf den Weg nach Berlin, um im Bundespresseamt
die Türen zu öffnen, die normalerweise für
das Publikum verschlossen bleiben. Ein spannendes
Szenario entsteht, da Imagefilm-Einstellungen mit
dokumentarischer Wirklichkeit konfrontiert werden.
Daraus ergibt sich ein interessantes Wechselspiel
aus unterschiedlichen Aktionen und Statements,
aus Informationen und Impressionen mit gegensätzlichen
Perspektiven und Positionen. Gedreht
wird im September.
Text: Armin Vetter
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