Irgendwo auf der Welt...
Schnee im Frühling in der Esslinger Altstadt: Die Dreharbeiten zum Kurzspielfilmprojekt "Der Weihnachtswessel" machen's möglich.
... gibt es noch ein bisschen Glück. Auch am
22. Dezember 1933. Zumindest im Film. Der
Weihnachtswessel, das Kurzspielfilmprojekt
der Spielfilmwerkstatt hat für einige
Verwirrung in der Esslinger Altstadt gesorgt,
weil plötzlich Soldaten in SA-Uniformen durch die
Gassen marschierten und dann auch noch Schnee
im Frühling lang... Auch das Filmteam war gefordert:
In letzter Sekunde musste die Kamera ersetzt
werden, was den Drehplan gründlich durcheinander
geworfen hat. Trotz der Komplikationen ist der
Film seit Anfang April erfolgreich abgedreht, das
Material gesichtet und sehr vielversprechend.
Ein Trupp Soldaten läuft die Gasse entlang: „Jawoll
Herr Gauleiter, sehr nordisch.“
sagt „Adjudant“
Oliver Burghart verblüfft,
während er den
Karton öffnet, in dem
der Gauleiter Braun
den Weihnachtswessel
vermutet. Genau an der
Bodenmarkierung muss
dieser Satz fallen, während
der Trupp rechts
aus dem Bild läuft...
Nicht ganz geglückt. Noch eine Probe.
Die Geschichte spielt irgendwo in Deutschland
im Dezember 1933: Ein aufziehbarer Zinn-
Hitlerjunge, der das Horst-Wessel-Lied |
vorträgt,
ist der Verkaufsschlager im Weihnachtsgeschäft.
Spielwarenhändler Gruber und sein Angestellter
Thomas allerdings verkaufen lieber Teddybären.
Als Gauleiter Braun einen bestellt, baut Thomas
über Nacht einen verblüffend echt erscheinenden Weihnachtswessel nach – nur die Platte spielt statt
des Propagandalieds Harveys„Irgendwo auf der
Welt gibt es noch ein bisschen Glück“. Wie werden
sie Braun das erklären? Die kleine Karla spielt
dabei eine entscheidende Rolle...

(Foto: Verena Hanreich)
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